Denkdeckel - Auseinandersetzung mit dem Lebensende

Die Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer ist ein zentraler Bestandteil einer mitfühlenden und solidarischen Gesellschaft.

 

Die Palliativarbeit für Erwachsene, Kinder und Jugendliche leistet dabei einen unverzichtbaren Beitrag. Sie begleitet schwerkranke Menschen und ihre Familien in einer besonders herausfordernden Lebensphase und verbindet medizinische Versorgung mit emotionaler Unterstützung. So entsteht ein Raum, in dem trotz aller Begrenzungen das Leben im Mittelpunkt stehen darf. Gerade für Betroffene geht es nicht nur um die Linderung von Symptomen, sondern auch darum, wertvolle Momente zu erleben, die Kraft spenden und Trost schenken – für sie selbst ebenso wie für ihre Angehörigen.

Die „Denkdeckel für Erwachsene und Kinder“ möchten dazu beitragen, die Auseinandersetzung mit Leben, Sterben und Tod zu enttabuisieren.

 

Auf Initiative des Fachverbands SAPV Hessen e.V. wurden sie in Kooperation mit der Koordinations- und Ansprechstelle für Dienste der Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung (KASA) der HAGE e.V. sowie gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege entwickelt. Die Denkdeckel enthalten kurze Impulse, Fragen oder Aussagen, die zum Nachdenken über das eigene Leben und Sterben anregen. Fragen wie „Wer wird gut sterben?“, „Was macht das Leben reich?“, „Gibt es im Himmel Erdbeereis?“ oder „Was spielen wir im Himmel?“ laden dazu ein, sich frühzeitig und offen mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

 

Ziel ist es, Erwachsene, Kinder und Jugendliche, ihre Familien sowie pädagogische Fachkräfte, Begleitende, Akteurinnen und Akteure im Gesundheitswesen und Ehrenamtliche darin zu unterstützen, auch in schwierigen Zeiten miteinander ins Gespräch zu kommen. Wer seine Gedanken und Gefühle ausdrücken kann, erfährt Entlastung und Unterstützung. Die Umsetzung der Idee der „Denkdeckel“ ist für alle Beteiligten ein echtes Herzensprojekt.

 

Kommunikation ist ein zentraler Bestandteil palliativer Versorgung. Dazu gehören Gespräche über das Leben ebenso wie über Sterben und Tod. Die „Denkdeckel“ geben hierfür wertvolle Impulse. Mit ihren einfachen, offenen Aussagen ermutigen sie dazu, über Sterben, Tod und Trauer zu sprechen. Betroffene erleben, dass sie mit ihren Gedanken nicht allein sind. Indem sie ermutigt werden, ihre Gefühle zu teilen, erhalten sie und ihre Familien Unterstützung – und Helfende in der Hospiz- und Palliativarbeit können ihre Begleitung gezielter gestalten.

 

Das Projekt wurde vom Fachverband SAPV Hessen e.V. initiiert, wird von diesem koordiniert und ausschließlich durch Spenden finanziert.

 

Anfragen zu Denkdeckeln unter [email protected]